Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Testudo - Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

GerhardW

Moderator

  • »GerhardW« ist männlich

Beiträge: 3 299

Vorname: Gerhard

Arten: Europäische LS, amerikanische Schmuck- und Moschussk

Wohnort: Konstanz

Beruf: Chaosmanager

  • Private Nachricht senden

21

Samstag, 20. September 2008, 22:11

Schildkröten haben auch keine Gefühle und können auch sehr wenig lernen. Ihr Verhalten ist fast ausschließlich instinktgesteuert

Das, was beim Menschen als gefürhle bezeichnet wird, ist zum Großteil das selbe, was bei Tieren als Instinkt bezeichnet wird. Wenn du z.B. beim Durchschreiten einer dunklen Gasse ein unangenehmes Angstgefühl hast, ist das im Prinzip das selbe, das eine Maus offene Flächen meiden lässt, nämlich ein angeborener Überlebensinstinkt, der das Individuum gefährliche Orte meiden lässt.
Und nur, weil Schildkröten im Verhältnis zu Säugetieren eine (scheinbar) geringere Intelligenz und Lernfähigkeit haben, heißt das noch lange nicht, dass sie gar nichts können. Im Gegenteil, sie sind wohl mit die Inelligentesten Reptilien, die es gibt. Ich konnte bei jungen Moschusschildkröten sehr gut beobachten, wie sie nach und nach gelernt haben, Guppys zu erjagen udn dabei ihre Jagdtechniken nach und nach individuell verfeinert haben. da war ein für Reptilen sehr hohes Lernpoptential am Werke.
Signatur von »GerhardW« Vermenschlicht nicht die Tiere, vertiert den Menschen.

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers GerhardW verfasst am Samstag, 20. September 2008, 22:11 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber und Administratoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


22

Sonntag, 21. September 2008, 10:21

Hallo Jörg,
und ich rate dir auf die einschlägige Literatur sowie hier auf Zippo/Walter zu hören.
Kaufe dir eine WSK und halte sie einzeln. Fange langsam mit dem Hobby an, erweitern mit Zimmerteich usw. kannst du in späteren Jahren immer noch.
Auch für 10qm Grundfläche kann dir niemand garantieren das sie sich vertragen. Denn das ist immer noch lächerlich klein im Verhältnis zur Natur.
Bei der Tierhaltung in Gefangenschaft muss man Kompromisse eingehen, sonst darf kaum jemand ein Tier halten. Sämtliche Zoos müssten geschlossen werden. Die meisten haben für ihre Landschildkröten pro Tier 10-20 qm Gehege, dabei müsste man mind. eine Fläche von 400 qm pro Tier haben damit sie ihre Verhaltensmuster ausleben können. Das hat aber keiner und das zu fordern ist einfach utopisch.
LG
Birgit
Signatur von »Birgit«

  • »arved« ist männlich

Beiträge: 216

Vorname: Arved

Arten: Trachemys Scripta Troostii

Wohnort: Hannover

Beruf: Stud. med.

  • Private Nachricht senden

23

Sonntag, 21. September 2008, 11:31

himmel arsch!

können wir vieleicht mal aufhören, mit diesen endlosen
"einzeltier" "nichteinzeltier"-debatten die neueinsteiger
zu verwirren? Wir hatten die Diskusion jetzt schon 1000x
und wir sind doch jedes Mal auf den Nenner gekommen,
dass GerhardW tendenziell Recht hat, wenn er sagt, dass
Schildkröten am besten in einer riesigen Anlage gehalten
werden, wo sie ~100% ihrer natürlichen Triebe und Ver-
haltensweisen ausleben können und dass es umsomehr
ein Verstoß gegen diese Triebe und Verhaltensausprä-
gungen ist, je mehr man sie begrenzt und einsperrt.
Aber wir haben doch auch schon 1000x festgestellt,
dass Tierhaltung AN SICH schon IMMER ein Kompromiss
darstellt und man BEI JEDWEGER ART von Tierhaltung
die Freiheit des Tieres und seine Möglichkeit entsprech-
ende Verhaltensweisen auszuleben eingrenzt, da man
einen Kompromiss findet, zwischen Freiheit des Tieres
und Haltungswünschen/möglichkeiten des Menschen.

Gerhard: Natürlich wäre es schön, wenn alle Menschen
ihre Kröten in Teichen halten wüden, die ihren Bedürfnissen
angepasst sind. Leider wissen wir dann auch, dass keiner
von uns hier anwesenden ein Tier halten dürfte, wenn es
um die maximale Einhaltung der Lebensbedingungen der
Tiere geht: AUCH DU NICHT!

Also hör bitte auf, Neuankömmlinge vom schönen Hobby
der Schilkrötenhaltung abzubringen, mit dem ewig gleichen
Motto: "Wenn du keinen Platz für 20 Schildkröten hast,
dann lass es sein..." --- sonen Quatsch.
Signatur von »arved«

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers arved verfasst am Sonntag, 21. September 2008, 11:31 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


  • »arved« ist männlich

Beiträge: 216

Vorname: Arved

Arten: Trachemys Scripta Troostii

Wohnort: Hannover

Beruf: Stud. med.

  • Private Nachricht senden

24

Sonntag, 21. September 2008, 11:40



Ein 100*40*40 Aquarium gibt es für unter 100? im Baumarkt (ich erinnere mich da an 45? oder so)


Birkhof Mönchengladbach und OBI Neuss für 39,95 Euro.

Und eine Osram Vitalux ist bei den Stinkern nicht nötig.

Grüsse

Jutta
Ich habe abseits der Diskusion noch mal ne andere Frage? Wie kommt es, dass bei den "Stinkern" eine UV-Lampe
nicht nötig ist? Is ja interssant.... brauchen die nicht auch UV-Licht für wichtige Stoffwechselprozesse?

Thx 4 the answer

euer ;) arved



Zitat

edit:

okay, habs mir selber erlesen ^^

Zitat

3. UV-Licht
Im Gegensatz zu anderen Schildkrötenarten benötigen Klappschildkröten und Moschusschildkröten nicht zwingend UV-Licht (genauer gesagt UV-B), um ihren Vitamin-D3-Bedarf zu decken. Bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung wird Ihre Schildkröte diesbezüglich keine Mangelerscheinungen bekommen.
Wir empfehlen dennoch, auf UV-Bestrahlung nicht zu verzichten und zwar aus den folgenden Gründen:
  1. Auch in der Natur haben die Tiere UV-Licht, also enthalten wir es ihnen in der Gefangenschaft nicht vor – insbesondere, da die Biologie von Reptilien noch nicht vollständig wissenschaftlich erforscht ist
  2. UV-Licht hat eine desinfizierende Wirkung. Infektionen und Pilzerkrankungen an Haut und Panzer (Nekrosen) wird vorgebeugt.
    Ist die Schildkröte bereits erkrankt, unterstützt UV-Licht den Heilungsprozess
  3. UV-Licht lässt die Färbung von Haut und Panzer besser hervortreten.
  4. Schilkröten können UV-Licht sehen. Vermutlich ist es notwendig, damit Schildkröten ihre Umgebung in natürlichen Farben sehen können.
Die UV-Lampe sollte auf den Sonnenplatz gerichtet sein.
UV-Licht kann Glas nicht durchdringen!
Achten Sie darauf, dass die Schildkröte auch die Möglichkeit hat, sich dem Licht zu entziehen. Das sollte aber bei ausreichend großem und bepflanztem Becken kein Problem sein.
danke hier an zippo ;)
Signatur von »arved«

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »arved« (21. September 2008, 11:42)
Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers arved verfasst am Sonntag, 21. September 2008, 11:40 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


25

Sonntag, 21. September 2008, 14:21

Hallo melde mich auch mal. Also ich halte seit 6 Jahren Moschusschildkröten in einer Gruppe, die inzwischen auf 6 erwachsene Tiere angewachsen ist. Das Aqua ist 120x60x60 ( verfügt über ein festes Landteil, nötig,wenn man Weibchen hat) und jede Menge Verstecke aus Wurzelholz und Steinen. Meine Tiere vertragen sich sehr gut und züchten regelmäßig. Ernähren werden sie nach Möglichkeit mit frischem Futter aus dem Garten, Schnecken, Würmer, Asseln, Käfer. Sonst bekommen sie kleingeschnittene Ratten- und Mäusebabys. Nur die frisch geschlüpften, die in einem kleinen Aqua sind, bekommen Mückenlarven. Bepflanzung im Aqua ist leider nicht möglich, da Moschusschildkröten sehr gerne graben und die Wurzeln der Pflanzen fressen. Deshalb habe ich in einem anderen Aqua schnellwachsende Wasserpflanzen zur Nahrungsergänzung. Mein großes Aqua hat mich neu über Internet incl. Versand 130 € gekostet. Alle anderen Aquas und das Zubehör bekam ich kostenlos von Leuten, die keine Lußt mehr auf ihre Aquarien hatten. In den Aquas halte ich noch einige Antennenwelse und Gubbys, diese fressen die kleinen Futterreste weg, was dafür sorgt, dass das Wasser länger sauber bleibt. UV- Licht ist nicht nötig, da die Tiere sich so gut wie nie sonnen. Meine habe über dem Landteil eine 60 W Reptilienlampe, wegen der Eiablage, sitzen aber nie darunter. Ansonsten sind die Tiere sehr einfach in der Haltung und für Anfänger geeignet. Kosten pro Tier im Zoogeschäft hier zwischen 35€ und 50€ von privat ca. 20€ bis 25€. Gruß Susanne

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers susanne m verfasst am Sonntag, 21. September 2008, 14:21 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


GerhardW

Moderator

  • »GerhardW« ist männlich

Beiträge: 3 299

Vorname: Gerhard

Arten: Europäische LS, amerikanische Schmuck- und Moschussk

Wohnort: Konstanz

Beruf: Chaosmanager

  • Private Nachricht senden

26

Sonntag, 21. September 2008, 20:50

Deine Ausdrucksweise lässt sehr zu wünschen übrig. Wenn du ernst genommen werden willst, solltest du dich in dieser Hinsicht das nächste mal etwas mäßigen. Stelle dir doch einfach vor, ich würde dir direkt gegenüber stehen. Da würdest du doch sicher auch keine so agressive Fäkalsprache verwenden (und wenn doch, wäre das Gespräch mit Sicherheit aufd er Stelle beendet).
himmel arsch!
Gerhard: Natürlich wäre es schön, wenn alle Menschen
ihre Kröten in Teichen halten wüden, die ihren Bedürfnissen
angepasst sind. Leider wissen wir dann auch, dass keiner
von uns hier anwesenden ein Tier halten dürfte, wenn es
um die maximale Einhaltung der Lebensbedingungen der
Tiere geht: AUCH DU NICHT!

Du übersiehst hier eine "Kleinigkeit". Es geht hier bei weitem nicht um das maximal mögliche, sondern um das akzeptable Minimum. Und eine vielleicht jahrzehntelange Einzelhaltung und das isolierte Aufziehen eines einzelnen Tieres, das dabei offensichtlich Schaden nimmt, ist für mich nicht akzeptabel. Diese Degradierung eines Lebenswesens zum reinen Dekorationsobjekt lässt sich nicht mit meinem ethischen Verständnis von Tierhaltung vereinbaren. Wer nicht zumindest einigermaßen naturnahe Bedingungen schaffen kann, soll sich ein anderes Hobby suchen.


Also hör bitte auf, Neuankömmlinge vom schönen Hobby
der Schilkrötenhaltung abzubringen, mit dem ewig gleichen
Motto: "Wenn du keinen Platz für 20 Schildkröten hast,
dann lass es sein..." --- sonen Quatsch.


Und nach deiner Meinung wäre es also in Ordnung, wenn ich mir einen ausgewachsenen Elefanten in einen 20qm Vorgarten stellen würde, so lange er genügend Futter bekommt. Dabei entgeht dir aber offensichtlich, dass die Tierhaltung kein Grundrecht, sondern ein Privileg ist. Es ist nun einmal einfach so, wenn du keinen Platz für 20 Schildkröten hast und sie dir trotzdem kaufst, bist du ein Tierquäler, weil du diese Tiere gekauft hast obwohl du wusstest, dass du ihnen nicht das notwendige Minimum bieten kannst.
Ich vermiese hier keinem die Schidlkrötenhaltung (außer vielleicht den ewig gestrigen, die immer noch nicht kapiert haben, dass es einen riesen Unterschied zwischen Tieren und Dingen gibt), sondern ich sorge dafür, dass die Leute nicht unwissentlich in ihr eigenes Unglück rennen und sich dieses Hobby mit einem klassischen fehlstart selbst vermiesen.
Signatur von »GerhardW« Vermenschlicht nicht die Tiere, vertiert den Menschen.

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers GerhardW verfasst am Sonntag, 21. September 2008, 20:50 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber und Administratoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


GerhardW

Moderator

  • »GerhardW« ist männlich

Beiträge: 3 299

Vorname: Gerhard

Arten: Europäische LS, amerikanische Schmuck- und Moschussk

Wohnort: Konstanz

Beruf: Chaosmanager

  • Private Nachricht senden

27

Sonntag, 21. September 2008, 21:06

Ich habe abseits der Diskusion noch mal ne andere Frage? Wie kommt es, dass bei den "Stinkern" eine UV-Lampe
nicht nötig ist? Is ja interssant.... brauchen die nicht auch UV-Licht für wichtige Stoffwechselprozesse?

Da sie sich überwiegend carnivor ernähren, nehmen sie über die Nahrung genügend Vitamin D auf und brauchen daher die Sonne nicht, um es selbst zu synthetisieren.
Signatur von »GerhardW« Vermenschlicht nicht die Tiere, vertiert den Menschen.

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers GerhardW verfasst am Sonntag, 21. September 2008, 21:06 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber und Administratoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


28

Montag, 22. September 2008, 08:08


Du übersiehst hier eine "Kleinigkeit". Es geht hier bei weitem nicht um das maximal mögliche, sondern um das akzeptable Minimum. Und eine vielleicht jahrzehntelange Einzelhaltung und das isolierte Aufziehen eines einzelnen Tieres, das dabei offensichtlich Schaden nimmt, ist für mich nicht akzeptabel. Diese Degradierung eines Lebenswesens zum reinen Dekorationsobjekt lässt sich nicht mit meinem ethischen Verständnis von Tierhaltung vereinbaren. Wer nicht zumindest einigermaßen naturnahe Bedingungen schaffen kann, soll sich ein anderes Hobby suchen.



Und nach deiner Meinung wäre es also in Ordnung, wenn ich mir einen ausgewachsenen Elefanten in einen 20qm Vorgarten stellen würde, so lange er genügend Futter bekommt. Dabei entgeht dir aber offensichtlich, dass die Tierhaltung kein Grundrecht, sondern ein Privileg ist. Es ist nun einmal einfach so, wenn du keinen Platz für 20 Schildkröten hast und sie dir trotzdem kaufst, bist du ein Tierquäler, weil du diese Tiere gekauft hast obwohl du wusstest, dass du ihnen nicht das notwendige Minimum bieten kannst.
Ich vermiese hier keinem die Schidlkrötenhaltung (außer vielleicht den ewig gestrigen, die immer noch nicht kapiert haben, dass es einen riesen Unterschied zwischen Tieren und Dingen gibt), sondern ich sorge dafür, dass die Leute nicht unwissentlich in ihr eigenes Unglück rennen und sich dieses Hobby mit einem klassischen fehlstart selbst vermiesen.


Hallo Gerhard,
du schreibst:
Es geht hier bei weitem nicht um das maximal mögliche, sondern um das akzeptable Minimum.

Wo kann ich nachlesen was das akzeptable Minimum ist? Er hatte nicht vor das Tier in einem Gurkenglas zu pflegen.

Und eine vielleicht jahrzehntelange Einzelhaltung und das isolierte Aufziehen eines einzelnen Tieres, das dabei offensichtlich Schaden nimmt, ist für mich nicht akzeptabel.

Das ist absolut OK. Es ist für dich nicht akzeptabel. Das heißt nicht das es wirklich Schaden nimmt, dazu finde ich auf anderen HP Seiten und von jahrelangen Haltern dieser Art ganz andere Angaben. Bitte mache es deutlicher das du der Meinung bist und stelle es nicht als erwiesene Erkenntnisse hin. Oder zeige mir auch hier Fachliteratur wo ich das nachlesen kann.

Wer nicht zumindest einigermaßen naturnahe Bedingungen schaffen kann, soll sich ein anderes Hobby suchen.
Wer bestimmt jetzt was einigermaßen naturnahe Bedingungen sind? Du? Bist du wirklich der Herr über den Wasserschildkröten und kannst den Leuten sagen, deine Haltung geht, deine nicht, du such dir ein anderes Hobby, weil derjenige deine Vorstellungen der Haltung nicht umsetzt?

Und nach deiner Meinung wäre es also in Ordnung, wenn ich mir einen ausgewachsenen Elefanten in einen 20qm Vorgarten stellen würde, so lange er genügend Futter bekommt.
Sorry absolut blödsinniger Vergleich. Wie gesagt er will sie nicht ins Gurkenglas sperren. Die Größe des Aquariums wurde nie bemängelt.

Es ist nun einmal einfach so, wenn du keinen Platz für 20 Schildkröten hast und sie dir trotzdem kaufst, bist du ein Tierquäler, weil du diese Tiere gekauft hast obwohl du wusstest, dass du ihnen nicht das notwendige Minimum bieten kannst.
Das ist ja gerade der Punkt um den es geht.
Er hat nicht vor 20 Stück zu kaufen. Er möchte eine. Und für die eine ist sein Platzangebot vollkommen ausreichend. :winken:

LG
Birgit
Signatur von »Birgit«

29

Montag, 22. September 2008, 09:05

Hallo Jörg,
du merkst das Thema ist nicht so ganz ohne.
Wenn du das Geld und den Platz hast, dann hole dir ein großes Aquarium wie Gerhard schreibt. Dann hole dir 2 Tiere, dann versuche es. Aber rechne auf alle Fälle damit das sie sich evtl. nicht vertragen und du sie trennen musst, d.h. das ganze Zubehör in doppelter Ausfertigung.
Ob eine Einzelhaltung dem Tier schadet oder nicht ist weder erforscht noch erwiesen.
LG
Birgit
Signatur von »Birgit«

GerhardW

Moderator

  • »GerhardW« ist männlich

Beiträge: 3 299

Vorname: Gerhard

Arten: Europäische LS, amerikanische Schmuck- und Moschussk

Wohnort: Konstanz

Beruf: Chaosmanager

  • Private Nachricht senden

30

Montag, 22. September 2008, 20:05

Die allgemein zugängliche Literatur über Wasserschildkröten ist da noch etwas rückständig. Und ich fürchte, das wird sie auch noch eine Weile bleiben. Denn der Aufwand, um so etwas für eine einzelne Art Wasserdicht und nach wissenschaftlichen Richtlinien zu beweisen ist groß und das wissenschaftliche Interesse daran gering, so dass sich kaum einmal ein Biologe fidnen wird, der sich dieser Aufgabe annehmen wird.
Jedoch muss man nicht ständig das Rad neu erfinden. Es dürfte wohl allgemein klar sein, dass sich das Verhaltensrepertoire eines jeden Individuums aus einer Mischung von angeborenen Grundlagen und Erfahrungswerten zusammen setzt. Auch ist allgemein klar, dass ein Großteil des für das Verhalten relevanten Lernens und dem Sammeln von Erfahrungen während der Kindheit und Jugend statt findet. Da braucht man kein genie zu sein, um diese Punkte zusammen zu zählen und zu erkennen, dass es sicht korrekt sein kann, einem höher entwickelten Wirbeltier die Möglichkeiten des erlernens/einübens von sozialen Verhaltensweisen zu nehmen. Und wenn ich dazu noch meine persönlichen Erfahrungen addiere, ist es klar, dass man auch Moschusschildkröten nicht isoliert aufziehen sollte.

Und zur dauerhaften Haltung von einem einzigen Tier als Dekorationsobjekt kann ich nur immer wieder sagen, dass ich so etwas traurig finde. Ein Tierhaltung ohne Sinn und Ziel kann niemals eine gute Tierhaltung sein, da sie unfair gegenüber dem Tier ist. Der stärkste Trieb ist der Paarungstrieb. Und einem Tier ohne sinnvollem Grund jede Möglichkeit zur Erfüllung von diesem zu nehmen zeugt von einer sehr traurigen Einstellung gegenüber dem leben. Wenn mir der Platz, das Wissen und/oder die Ressourcen fehlen, um eine Tierart zu halten, dann lasse ich die Finger davon. So einfach ist das. Und es gibt noch mehr als genug andere Tierarten, die ich problemlos gut versorgen und halten kann.

Und zur Grenze zwischen akzeptablen udn nicht mehr akzeptablen Haltunsgbedingungen. Da muss man nur einmal sein Hirn benutzen und sich fargen, was brauchen die Tiere. Dann wird es offensichtlich, wo die Grenze liegt. Traurig ist hier übrigens, dass die Wasserschildkröten immer noch weit hinter den Landschildkröten zurück liegen. Liegt es vielleicht daran, dass die typischen Artend er Wasserschildkröten immer noch billig in Zoohandlungen verramscht werden udn die Landschidlkröten verhältnismäßig teuer sind, geben sich die Leutet tatsächlich bei "wertvollen" Tieren mehr Mühe, als bei Billigschildkröten?
Signatur von »GerhardW« Vermenschlicht nicht die Tiere, vertiert den Menschen.

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers GerhardW verfasst am Montag, 22. September 2008, 20:05 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber und Administratoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


31

Montag, 22. September 2008, 21:05

Ich versteh diese ganze Diskusion nicht mehr so recht! Als ich mir meine Moschusschildkröten angeschaft habe, hab ich im Internet nachgelesen, wo sie in freier Natur leben und wie und dann habe ich einfach versucht das Ganze im Kleinen zu imitieren. In der Natur leben die Tiere doch auch nicht isoliert und mehrere Kilometer auseinander. Ich muß doch nur darauf achten, dass es genügend Ausweich- und Fersteckmöglichkeiten gibt. Außerdem, wenn schon vergesellschaften dann von Anfang an, wenn die Tiere noch klein sind. Natürlich würde ich auch keine zwei Männchen mit einem Weibchen zusammen setzen, aber meine Gruppe, fünf w, ein m, funktioniert prima. Es ist sehr schön zu beobachten wenn die Tiere gemeinsam versuchen die Fische zu jagen, manchmal mit Erfolg. Würde ich die Tiere einzel halten gäbe es lange nicht so viel zu sehn. Gruß Susanne

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers susanne m verfasst am Montag, 22. September 2008, 21:05 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


32

Dienstag, 23. September 2008, 08:16

Hallo,

Ich versteh diese ganze Diskusion nicht mehr so recht! Als ich mir meine Moschusschildkröten angeschaft habe, hab ich im Internet nachgelesen, wo sie in freier Natur leben und wie und dann habe ich einfach versucht das Ganze im Kleinen zu imitieren. In der Natur leben die Tiere doch auch nicht isoliert und mehrere Kilometer auseinander. Ich muß doch nur darauf achten, dass es genügend Ausweich- und Fersteckmöglichkeiten gibt.


In einem sehr guten Haltungsbericht über Sternotherus depressus in einer Marginata ist nachzulesen: (aus dem Gedächnis)

"Es wurden in einem Flussabschnitt ein Männchen und ein Weibchen über mehrere Minuten beobachtet. Das Männchen verfolgte das Weibchen über mehrere Meter (20-25m). Die Tiere verschwanden dann in tieferem Wasser zwischen den Felsspalten."

Da erklär mir mal wie du das im kleinen "nachbilden" willst. Es wird nicht funktionieren, ausser in einer Haltung die Gerhard vorschlägt, die aber aus meinern sicht nicht durchführbar ist. Eine solche Forderung kommt einem Haltungsverbot gleich. Eine Tierhaltung ist eben immer ein Kompromis. Ich habe auch schon über mehrere Jahre Moschusschildkröten gehalten. Ich habe auch schon Tiere von klein auf "isoliert" aufgezogen und dann später mit anderen vergesellschaftet, mit erfolgt. Anders herum gibt es auch immer wieder einzelne Individuen die sich nicht vergesellschaften lassen. Für mich besteht also kein Grund die Tiere vergesellschaften zu MÜSSEN.

Außerdem, wenn schon vergesellschaften dann von Anfang an, wenn die Tiere noch klein sind. Natürlich würde ich auch keine zwei Männchen mit einem Weibchen zusammen setzen, aber meine Gruppe, fünf w, ein m, funktioniert prima. Es ist sehr schön zu beobachten wenn die Tiere gemeinsam versuchen die Fische zu jagen, manchmal mit Erfolg. Würde ich die Tiere einzel halten gäbe es lange nicht so viel zu sehn. Gruß Susanne


Da gehst du dann ja schon selber einen Kompromis ein. Auch Männchen begegnen sich in der Natur. Wenn du das so konsequant durchziehen willst solltest du auch solche Kämpfe und Beissereien zulassen. Oder?

MfG Jens

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers jensT verfasst am Dienstag, 23. September 2008, 08:16 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


33

Dienstag, 23. September 2008, 10:12

Hallo Jens! Natürlich gehe ich einen Kompromis ein! Jede Tierhaltung ist einer! Ja auch meine Tiere jagen sich als durchs Becken und streiten sich um bestimmte Leckerbissen. Aber Langeweile gibt es bei ihnen nicht, auch habe ich keine total verfetteten Tiere, da sie immer in Bewegung sind und damit die Tiere auch die nötige Ruhe bekommen gibt es eben die nötigen Ausweichmöglichkeiten und Verstecke in Form von Schwimmpflanzen ,Wurzeln ,Höhlen und Steinen, außerdem habe ich die Sandschicht im Aqua 15 cm hoch gemacht, nachdem ich festgestellt habe, dass sie sich gerne eingraben. Kompromisse geht doch hier jeder ein, der Schildkröten hält, aber ich denke man sollte es nicht übertreiben. Ich halte auch noch Tropfenschildkröten und käme bei ihnen nie auf die Idee, mein Männchen bei den Weibchen zu lassen, da er sehr wild hinter den W. her ist und nie Ruhe gibt, aber meine drei Weibchen teilen sich ein Becken ohne Probleme und der Mann sitzt bei einer Gruppe junger Moschus, was auch wieder geht. Es kommt halt auch immer ein bißchen auf die einzelnen Tiere an, vielleicht hatte ich ja auch nur Glück. Meine Moschus sind jedenfalls sehr friedlich und waren noch nie Einzeltiere. Ich habe mit zwei Tieren angefangen, die 1. Gruppe besteht jetzt aus 6 Erwachsenen und die 2. aus 4 Jungtiere. Gruß Susanne

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers susanne m verfasst am Dienstag, 23. September 2008, 10:12 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


34

Dienstag, 23. September 2008, 13:32

Hallo,

Hallo Jens! Natürlich gehe ich einen Kompromis ein! Jede Tierhaltung ist einer!


Eben! und wer sagt wo man da die Grenze zeihen "muss"? Das ist nah der jetzigen Lage der Dinge eben nicht geregelt oder nur sehr serh unvollständig. Da muss man mit ein wenig gesundem Menschenverstand herangehen. Und da gibt es immer mehrere Sichtweisen, zumindest was die Vergesellschaftung angeht.

Ja auch meine Tiere jagen sich als durchs Becken und streiten sich um bestimmte Leckerbissen. Aber Langeweile gibt es bei ihnen nicht, auch habe ich keine total verfetteten Tiere, da sie immer in Bewegung sind und damit die Tiere auch die nötige Ruhe bekommen gibt es eben die nötigen Ausweichmöglichkeiten und Verstecke in Form von Schwimmpflanzen ,Wurzeln ,Höhlen und Steinen, außerdem habe ich die Sandschicht im Aqua 15 cm hoch gemacht, nachdem ich festgestellt habe, dass sie sich gerne eingraben.


Ob es einer Schildkröte langweilig wird wenn sie alleine im Becken sitzt? Ich weiß ja nicht. Ein komplexes Verhalten mit den Artgenossen das die Tiere "brauchen" gibt es doch wohl nicht, ausser in der Fortpflanzung. Das beschränkt sich aber auf ein paar Wochen (bei machen Arten gar auf Tage!!!). Warum soll ich den Tieren dann den "Stress" antun in dauerhafter Enge mit "Konkurrenten" verbringen zu müssen? Ich halte es für aufregend genung wenn die Tiere ihre Beute ergreifen und überwältigen oder gar langwierig suchen müssen. Das "umschauen" oder flüchten vor einem Nahrungskonkurreten halte ich nicht für "nötig" Ein "umschauen" nach Fressfeinde würde doch auch niemand seinen Tiere antun wollen oder?

Kompromisse geht doch hier jeder ein, der Schildkröten hält, aber ich denke man sollte es nicht übertreiben.


Nochmal, wer zieht denn die Grenze? Im Ende doch du.

Ich halte auch noch Tropfenschildkröten und käme bei ihnen nie auf die Idee, mein Männchen bei den Weibchen zu lassen, da er sehr wild hinter den W. her ist und nie Ruhe gibt, aber meine drei Weibchen teilen sich ein Becken ohne Probleme und der Mann sitzt bei einer Gruppe junger Moschus, was auch wieder geht. Es kommt halt auch immer ein bißchen auf die einzelnen Tiere an, vielleicht hatte ich ja auch nur Glück.


Ich hoffe dein "Glück" hält auch noch ein wenig an. Ich habe schon, gerade bei Tropfenschildkröten, von plötzlichen Todesfällen gehört auch oder gerade weil es Jahrelang gut ging mit der Vergesellschaftung. Hast du schonmal das Habitat von Tropfenschildkröten gesehen? Das sehr dicht bewachsense kleine Tümpel in Auwäldern, dort sind die Tiere dann oft in kleineren Tümpeln zu finden. Die Tiere sehen sich da praktisch nicht. Daher rüht auch der starke Paarungstrieb der Männchen, da wird keine Chance ausgelassen wenn man ein Weibchen zu Gesicht bekommt.

Meine Moschus sind jedenfalls sehr friedlich und waren noch nie Einzeltiere. Ich habe mit zwei Tieren angefangen, die 1. Gruppe besteht jetzt aus 6 Erwachsenen und die 2. aus 4 Jungtiere. Gruß Susanne


Ich ziehe selber Sternotherus und Kinosternon aus dem Gebiet der USA nach. Alle Jungtiere kann ich ohne Probleme gemeinsam aufziehen und mache das auch (Teilweise nach Unterarten getrennt). Die meisten (wenn nicht alle) Männchen die aus einer solchen Aufzucht kommen sind später nicht mit anderen Tieren zu vergesellschaften. Enige Weibchen werden auch "unfreundlich" selbst wenn es jahrelang gut ging. So musste ich ein minor Weibchen (sehr "großes" Tier) nach über 6 Jahre aus einer gemeinsamen Haltung mit anderen Wasserschildkröten herausnehmen das es "plötzlich" unverträglich wurde.

Hoffen wir mal das es bei dir noch lange gut geht mit der Gruppenhaltung. Ein muss ist sie aber sicher nicht.

MfG Jens

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers jensT verfasst am Dienstag, 23. September 2008, 13:32 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


35

Dienstag, 23. September 2008, 17:50

Ich danke Dir für Deine guten Wünsche und natürlich hast Du Recht, es muß nicht sein, aber schöner und lebendiger ist es. Mein ältestes Moschusweibchen ist 9 Jahre alt, kam also als ausgewachsenes Tier, mit Mann, zu mir, sie haben sich beide ohne Probleme in die Gruppe eingefügt. Ich hoffe, dass sich am Verhalten meiner Tiere nichts ändert, sollte es doch sein werde ich die Tiere natürlich trennen, ist aber kein Problem, weil ich genug Platz habe. Mein Traum wäre so ein richtig schöner Zimmerteich, aber bis jetzt hatte ich noch nicht die absolut befriedigende Idee. Am Anfang hatte ich die Schildis im Gartenteich, aber das fand der Fischreiher sehr nett, also kamen sie wieder ins Zimmer. aus einem Aqua sind dann ganz schnell fünf geworden. Hät ich auch nicht gedacht!

Die Infos im Internet fand ich am Anfang auch nicht sehr hilfreich, zu wiedersprüchlich und verworren. manchmal hatte ich den Eindruck, dass die Beschreibung für die Einrichtung nur nach Zweckmäßigkeit ausgelegt war, möglichst schnell und ohne großen Zeitaufwand sollten die Becken zu säubern sein. An eine einigermaßen natürliche Umgebung für die Tiere dachte da fast Niemand. Schade!! Gruß Susanne

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers susanne m verfasst am Dienstag, 23. September 2008, 17:50 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


GerhardW

Moderator

  • »GerhardW« ist männlich

Beiträge: 3 299

Vorname: Gerhard

Arten: Europäische LS, amerikanische Schmuck- und Moschussk

Wohnort: Konstanz

Beruf: Chaosmanager

  • Private Nachricht senden

36

Donnerstag, 25. September 2008, 00:45

Hallo Jens
Nette Beobachtung, ein Männchen verfolgt ein Weibchen. Das ist bei fast allen Schildkröten Bestandteil des Paarungsspiels. Aber da fehlen Anfang und Ende. hat z.B. das Weibchen das Männchen zum Paarungsspiel aufgefordert, in dem es sich bewusst in dessen Nähe begeben hat (sehr häufige Vorgehensweise bei Reptilien) oder sind sie zufällig aufeinender getroffen. Und kam es am Ende zu einer echten Paarung oder hat das Weibchen das Männchen abblitzen lassen. hat das Männchen noch mehr gemacht (z.B. ritualisierte bewegungen, Liebesbisse, etc) oder ist es nur hinter dem Weibchen her gegangen. Zu welcher Jahreszeit war das und hat das Weibchen zuvor oder danach Eier abgelegt gehabt, etc.

Und wieso sollte die Forderung nach ein paar Quadratmetern Fläche nicht durchführbar sein. Weil dann ein Schildkrötensammler nicht mehr sooo viele verschiedene Arten gleichzeitig halten kann, sondern sich auf wenige konzentrieren müsste? Oder weil es einem Ottonormalverbraucher nicht zumutbar wäre, ein paar Quadratmeter für sein Hobby bereit zu halten?

ich habe übrigens nie gesagt, dass es einfach wäre. Aber wählt man ein Hobby, weil es einfach ist, oder weil es interessant ist?
Und ist es überhaupt ein Hobby, wenn man sich EINE Schildkröte kauft und diese in EIN Aquarium setzt oder ist nicht doch eher Dekoration?
Signatur von »GerhardW« Vermenschlicht nicht die Tiere, vertiert den Menschen.

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers GerhardW verfasst am Donnerstag, 25. September 2008, 00:45 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber und Administratoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


  • »Luis Royo« ist männlich

Beiträge: 530

Vorname: Patrick

Arten: 1.0 Pseudemys nelsoni, 1.1 Geoemyda spengleri

Wohnort: Ochtrup

  • Private Nachricht senden

37

Donnerstag, 25. September 2008, 01:39

Moinsen!

Ich gehe voll mit, der Meinung von Gerhard.
Zum Thema Einzelgänger versteht es sich mehrere Tiere zu halten, damit sie ihr volles Potenziall entfalten können. Zumindest 2 sollten es sein. Da versteht es sich abzuwähgen, was für die passende Art (und für mich) in Frage kommt, bzw. aufbringen kann. Denn egal ob Wasser- oder Landschildkröte, jede Gattung benötigt und birgt ihre eigene Vorraussetzungen.
Dazu muss man bedenken, welche Art schaffe ich mir an? Welches Bedürfnis haben die Tiere? Was ist notwendig um diese artgerecht zu Halten? Sprich wieviel Platz benötige ich? Welche Beleuchtung ist die richtige? Was essen sie? Was sind ihre Eigenschaften? Worauf kommt es bei der Pflege an? Und was gibt es sonst zu Berücksichtigen? etc. Dies ist nur eine kleine Auflistung von meiner Seite aus...
Wenn man Schildkröten haltet, sollte (muss) man immer bedenken wie alt und gross diese Tierchen werden (gerade Wasserschildkröten) und welchen Aufwand sie vom Halter fordern. Das ist nicht ohne....
Bei den Wasserschildis sind es fixe kosten, mit denen man immer rechnen muss! (wenn kein Teich vorhanden) Und vom Halter wird verlangt das Wasser, Pumpe, Steine und Deko regelmässig zu reinigen (kostet Zeit, Nerven, Geld). Und bei den Landschildkröten wird es teuer. Die Anschaffung der Tiere ist teuer... Und allein den Standart zu setzten kostet einiges... Was man benötigt brauch ich net aufzählen, das weiss hier wohl die Mehrheit...

Leider ist es auch so, wie Gerhard sagt....
Die Wasserschildis werden zu "billigpreisen" verkauft und dann ca. nach paar Jahren landen sie in den nächsten See....
Wo bleibt da die Würde des Tieres? Oder die Verantwortung des Halters?


Schöne Grüsse

Luis
Signatur von »Luis Royo«

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Luis Royo« (25. September 2008, 01:40)
Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers Luis Royo verfasst am Donnerstag, 25. September 2008, 01:39 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


38

Donnerstag, 25. September 2008, 08:28

Hallo,

Nette Beobachtung


Danke, es ist allerdings nicht meine. Hab ich aber ja auch geschrieben.

Du hast natürlich recht, es fehlt der Anfang und das Ende. Das war nur ein Teil des Paarungsspiels aus der Natur. Und dafür haben die Tiere schon 20-25m gebraucht. Für einen Teil des Paarungsspiels wohl gemerkt. Wie groß soll denn da das Becken sein um auszuschließen das die Tiere sich keine ernsthaften Verletzungen zufügen? Und wie sieht es dann mit der Kontrolle der Tiere aus wenn ich einen Flussabschnitt aus Alabama nachbilde?

Und wieso sollte die Forderung nach ein paar Quadratmetern Fläche nicht durchführbar sein. Weil dann ein Schildkrötensammler nicht mehr sooo viele verschiedene Arten gleichzeitig halten kann, sondern sich auf wenige konzentrieren müsste? Oder weil es einem Ottonormalverbraucher nicht zumutbar wäre, ein paar Quadratmeter für sein Hobby bereit zu halten?


Einfach weil es nicht nötig ist. Bei genauer beobachtung der Tiere im Jahresverlauf bei Einzlhaltung lässt es sehr einfach zu die Tiere zum richtigen Zeitpunkt zur Paarung zusammen zu setzen. Bei mir kommt es zu keinen unkontrollierten Paarungen oder gar Vergewaltigungen der Tiere untereinander. Wenn das Weibchen nicht Paarungsbereit ist trenne ich die Tiere wieder, das würde in der Natur ja auch nicht anders ablaufen, allerdings evtl. bei eingeschränkter Bewegungsfreiheit (auch ein paar Quadratmeter haben irgenwo "Ecken") geht das nicht gut für einen der Beteiligten aus.

ich habe übrigens nie gesagt, dass es einfach wäre. Aber wählt man ein Hobby, weil es einfach ist, oder weil es interessant ist?
Und ist es überhaupt ein Hobby, wenn man sich EINE Schildkröte kauft und diese in EIN Aquarium setzt oder ist nicht doch eher Dekoration?


Ich auch nicht. Es währe sicher für einen Sammler einfacher und billiger wenn er nur ein Becken unterhalten müsste. Ich habe zur Zeit ca. 50 -60 Becken die ich unterhalte. Da währe mir ein großes aber sowas von lieber. Also unterstell mir bitte nicht ich mach es mir einfach.

Zitat

Da gehst du dann ja schon selber einen Kompromis ein. Auch Männchen begegnen sich in der Natur. Wenn du das so konsequant durchziehen willst solltest du auch solche Kämpfe und Beissereien zulassen. Oder?


Dazu würde mich mal deine Meinung interessieren.

@ Luis

was hälst du nochmal für Arten? Ich tippe mal auf Testudo's Bitte vergleich da nicht Äpfel mit Birnen. Es gibt einfach ein "paar" Unterschiede in der Haltung. Einige Wasserschiildkrötenarten sind einfach Einzelgänger und das sollte man in der Haltung berücksichtigen.

Im allegemeinen ist mit deine Aussage viel zu pauschal.

Übrigends sind nicht alle Wasserschildkröten "Wegwerfprodukte" wie du es unterstellst. Einige Arten sind da doch sehr gefragt und auch nicht gerade billig.

Im übrigen halte ich die Haltung vieler Wasserschildkröten für sehr viel anspruchsvoller als die Haltung von Europäischen Testudos. Auch die Unterhaltung ist um einiges teurer.

MfG Jens

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers jensT verfasst am Donnerstag, 25. September 2008, 08:28 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


  • »arved« ist männlich

Beiträge: 216

Vorname: Arved

Arten: Trachemys Scripta Troostii

Wohnort: Hannover

Beruf: Stud. med.

  • Private Nachricht senden

39

Sonntag, 28. September 2008, 15:22

Ich habe abseits der Diskusion noch mal ne andere Frage? Wie kommt es, dass bei den "Stinkern" eine UV-Lampe
nicht nötig ist? Is ja interssant.... brauchen die nicht auch UV-Licht für wichtige Stoffwechselprozesse?

Da sie sich überwiegend carnivor ernähren, nehmen sie über die Nahrung genügend Vitamin D auf und brauchen daher die Sonne nicht, um es selbst zu synthetisieren.

danke für die info... wieder etwas klüger.
ach: gib mir keine nachhilfe in zwischenmenschlicher verhaltensweise. wirft kein
gutes licht auf dich, wirkt überheblich. danke.
@admin: kann man nicht den teil über einzel/gruppenhaltung dahin verschieben, wo er hingehört? in einen eigene thread?
Signatur von »arved«

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers arved verfasst am Sonntag, 28. September 2008, 15:22 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


  • »fireonice88« ist weiblich

Beiträge: 5

Vorname: Sandra

Arten: Vierzehen Schildi, Gelbwangenschildi

Wohnort: Bad Arolsen

Beruf: Auszubildende

  • Private Nachricht senden

40

Freitag, 13. März 2009, 13:08

hallo :winken:

auch ich kämpfe schon seit Jahren mit mir selbst, da ich gerne eine Wasserschildkröte haben möchte.
Auch ich hab mich für die Moschusschildkröte entschieden, da sie recht klein bleibt und bevorzugt alleine gehalten werden :)

Ich wollte mir das Aquarium mit absicht nicht mit Schildkröten vollstopfen, da wir schon eine 4-zehen schildi (schiggi) besitzen.
Auch ein ZU GROßES Aquarium wollte ich mir nicht anschaffen. Mir ist durchaus klar, dass der Knopf platz zum plantschen braucht
aber sind 2 Meter Länge wirklich notwendig? ich hatte geplant, meiner schildi dann eine Art strand zu bauen an dem es dann Sonnenbaden kann.
Reicht es aus, wenn man eine Wärmelampe und eine UV Lampe aushängt (unsere Langschildkröte besitzt auch die 2 Arten von Lampen in ihrem Gehege
und ist putzmunter, die Schokoladentafelform ihres Panzer hat sich stark geglättet. Schiggi war total verbeult als wir sie gekauft haben)
oder muss ich wirklich diesen enorm teuren HD keine Ahnung strahler kaufen?
Empfehlt ihr mir eine Winterruhe? und wann soll die dann sein? auch im WINTER oder muss ich mich da dem Verbeitungsland anpassen?
ich hab schon ein wenig Erfahrung, da wir ja unsere schiggi haben und sie auch jedes jahr im Oktober/November bis März im Winterschlaf haben
und sie laut Tierarzt (Reptiliendoc) nicht fitter sein könnte :)

und wie ist es mit der Freilufthaltung? brauchen die da auch eine bestimmte temperatur oder legen sie sich einfach ne stunde in die sonne wenn ihnen zu kalt wird?
so viele fragen aber ich will ja auch nichts falsch machen, wenn das tier schon in nem Glaskasten leben muss, dann schon gesund und munter :D:

danke schonmal im Vorraus für die Antworten :winken:
Signatur von »fireonice88« Wenn sie kommen wollten, würden sie es tun :nana

Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers fireonice88 verfasst am Freitag, 13. März 2009, 13:08 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


Thema bewerten