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Cordula61

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1

Sonntag, 24. Januar 2016, 11:38

Starre im Freiland mit Frühbeet/Gewächshaus

Voraussetzungen:

- Einen frostfreien Bereich im Frühbeet oder Gewächshaus
- Eine Grube, 60 bis 80 cm tief
- Stromanschluss
- Der Bereich muss Wasserfrei sein(Achtung Hochwassergebiete!)


Bau der Grube:

Die Möglichkeiten, wie man die Grube im Frühbeet/Gewächshaus baut, können unterschiedlich sein. Ziel ist es, einen frostfreien, Fressfeinde-sicheren Bereich zu schaffen, in dem sich die Tiere vergraben können.

Die Grube wird 60 bis 80 cm ausgeschachtet, die Seiten mit z.B. Gehwegplatten gesichert oder mit Beton ausgegossen und von außen seitlich mit Strydurplatten gesichert.
Oft wird unten eine Drainage gelegt und mit einem Hasendraht gegen Fressfeinde gesichert.
Einige benutzen auch Mörtelwannen, die als Schutz vor Nässestau Löcher in den Boden bekommen.

Als Substrat kann man ganz einfach ungedüngte Gartenerde oder Maulwurferde nehmen.
Viele stellen über die Grube ein Schlafhaus, welches dann mittels Heizmatte frostfrei gehalten werden kann-gerade im Gewächshaus hat das den Vorteil, nicht das gesamte Gewächshaus heizen zu müssen.
Um bei starken Frost Minusgrade zu verhindern, ist es empfehlenswert
einen Frostwächter oder Elstein aufzustellen. Die Geräte können z.B.mit einem UT200 auf die gewünschte Temperatur eingestellt werden.

Durchführung der Starre:


Die Vorbereitung der Tiere zur Starre machen diese zum großen Teil selber.
Wie immer, steht ihnen zum Baden immer frisches Wasser in flachen Schalen zur Verfügung. Futter wird immer angeboten. Die Tiere wissen am Besten, was gut für sie ist.
Viele Halter lassen die Tiere , dann wenn diese anfangen sich einzugraben, nicht mehr in das gesamte Freigehege, da es schwierig werden kann, sie wiederzufinden und es dann zu einer ungeschützten Freilandüberwinterung kommt

Die eingestellten Mindesttemperaturen sollten im Oktober Nachts 12 Grad betragen, im November wird dann nur noch 5 Grad eingestellt.
Die Brenndauer angebotener Strahler wird schrittweise reduziert.

Sind die Tiere länger als 2 Wochen verschwunden, deckt man eine dicke Schicht feuchtes Laub über den Starrebereich.
Der automatische Deckelheber wird vor dem Frost ausgebaut.
Das Frühbeet kann bei starker Kälte noch von außen mit Noppenfolie oder Strydur/Styrophorplatten isoliert werden.

Ab und zu kontrolliert man , ob die Erde noch feucht ist und alle Tiere starren.
Natürlich muss man die Temperaturen regelmäßig kontrollieren, dieses kann man gut mittels eines Funktermometers und einzelnen Sensoren, die man auch in die Erde platzieren kann.

Ende der Starre:

Kommen die Tiere im März/April aus der Erde, bietet man ab dem 2. Tag wieder Wärme an, die Brenndauer der Strahler wird Schrittweise erhöht, die maximalen Temperaturen zunächst auf 12 Grad eingestellt.
Signatur von »Cordula61« :winken: :walk: Besuch uns mal im Chatwood-forest :tanne2:
Liebe Grüße
Cordula

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Cordula61« (24. Januar 2016, 11:41)
Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers Cordula61 verfasst am Sonntag, 24. Januar 2016, 11:38 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


Cordula61

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2

Sonntag, 24. Januar 2016, 11:43

Anregungen und Ergänzungen zum angepinnten Beitrag von Cordula

Voraussetzungen:

- Einen frostfreien Bereich im Frühbeet oder Gewächshaus
- Eine Grube, 60 bis 80 cm tief
- Stromanschluss
- Der Bereich muss Wasserfrei sein(Achtung Hochwassergebiete!)


Bau der Grube:

Die Möglichkeiten, wie man die Grube im Frühbeet/Gewächshaus baut, können unterschiedlich sein. Ziel ist es, einen frostfreien, Fressfeinde-sicheren Bereich zu schaffen, in dem sich die Tiere vergraben können.

Die Grube wird 60 bis 80 cm ausgeschachtet, die Seiten mit z.B. Gehwegplatten gesichert oder mit Beton ausgegossen und von außen seitlich mit Strydurplatten gesichert.
Oft wird unten eine Drainage gelegt und mit einem Hasendraht gegen Fressfeinde gesichert.
Einige benutzen auch Mörtelwannen, die als Schutz vor Nässestau Löcher in den Boden bekommen.

Als Substrat kann man ganz einfach ungedüngte Gartenerde oder Maulwurferde nehmen.
Viele stellen über die Grube ein Schlafhaus, welches dann mittels Heizmatte frostfrei gehalten werden kann-gerade im Gewächshaus hat das den Vorteil, nicht das gesamte Gewächshaus heizen zu müssen.
Um bei starken Frost Minusgrade zu verhindern, ist es empfehlenswert
einen Frostwächter oder Elstein aufzustellen. Die Geräte können z.B.mit einem UT200 auf die gewünschte Temperatur eingestellt werden.

Durchführung der Starre:


Die Vorbereitung der Tiere zur Starre machen diese zum großen Teil selber.
Wie immer, steht ihnen zum Baden immer frisches Wasser in flachen Schalen zur Verfügung. Futter wird immer angeboten. Die Tiere wissen am Besten, was gut für sie ist.
Viele Halter lassen die Tiere , dann wenn diese anfangen sich einzugraben, nicht mehr in das gesamte Freigehege, da es schwierig werden kann, sie wiederzufinden und es dann zu einer ungeschützten Freilandüberwinterung kommt

Die eingestellten Mindesttemperaturen sollten im Oktober Nachts 12 Grad betragen, im November wird dann nur noch 5 Grad eingestellt.
Die Brenndauer angebotener Strahler wird schrittweise reduziert.

Sind die Tiere länger als 2 Wochen verschwunden, deckt man eine dicke Schicht feuchtes Laub über den Starrebereich.
Der automatische Deckelheber wird vor dem Frost ausgebaut.
Das Frühbeet kann bei starker Kälte noch von außen mit Noppenfolie oder Strydur/Styrophorplatten isoliert werden.

Ab und zu kontrolliert man , ob die Erde noch feucht ist und alle Tiere starren.
Natürlich muss man die Temperaturen regelmäßig kontrollieren, dieses kann man gut mittels eines Funktermometers und einzelnen Sensoren, die man auch in die Erde platzieren kann.

Ende der Starre:

Kommen die Tiere im März/April aus der Erde, bietet man ab dem 2. Tag wieder Wärme an, die Brenndauer der Strahler wird Schrittweise erhöht, die maximalen Temperaturen zunächst auf 12 Grad eingestellt.



Hallo ,
bitte an Alle: lest mal Zensur und schreibt mir auf, was ich noch vergessen habe oder besser schreiben soll, dann werde ich das noch verändern!
Danke
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Liebe Grüße
Cordula

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PetraM

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3

Sonntag, 24. Januar 2016, 12:46

Hallo @Cordula61:

:right super, ich bin ja bekenneder Kühlschranküberwinterer, für mich klingt alles plausibel und ich würde es auch so machen, wenn ich die Möglichkeiten dazu hätte ;);

Schöne Grüße Petra
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4

Sonntag, 24. Januar 2016, 14:11

Meine Ergänzungen - ich hoffe, ich bin nicht zu "pingelig" ;-)

Voraussetzungen:

- Einen frostfreien Bereich im Frühbeet oder Gewächshaus
- Eine Grube, 60 bis 80 cm tief
- Stromanschluss
- Der Bereich muss wasserfrei sein (Achtung Hochwassergebiete!)


Bau der Grube:

Die Möglichkeiten, wie man die Grube im Frühbeet/Gewächshaus baut, können unterschiedlich sein. Ziel ist es, einen frostfreien, Fressfeinde-sicheren Bereich zu schaffen, in dem sich die Tiere vergraben können.

Die Grube wird 60 bis 80 cm ausgeschachtet, die Seiten mit z.B. Gehwegplatten gesichert oder mit Beton ausgegossen und von außen seitlich mit Styrodurplatten gesichert.
Oft wird unten eine Drainage gelegt und mit einem Hasendraht gegen Fressfeinde gesichert.
Einige Halter benutzen auch Mörtelwannen, die als Schutz vor Nässestau Löcher in den Boden bekommen.
Wenn die Gefahr besteht, dass Grundwasser steigt, bekommen die Wannen keine Löcher und schützen so die Grube vor Nässe.
Mit einer solchen Wanne ist auch bei ansonsten zu nassen Böden eine Überwinterung im Frühbeet/Gewächshaus möglich.
Zum Eingraben reicht diese Tiefe, da ja Frühbeet/Gewächshaus frostfrei gehalten werden.

Als Substrat kann man ganz einfach ungedüngte Gartenerde oder Maulwurferde nehmen.
Viele stellen über die Grube ein Schlafhaus, welches dann mittels Heizmatte frostfrei gehalten werden kann - gerade im Gewächshaus hat das den Vorteil, nicht das gesamte Gewächshaus heizen zu müssen.
Um bei starkem Frost Minusgrade zu verhindern, ist es empfehlenswert, einen Frostwächter oder Elsteinstrahler zu installieren. Die Geräte können z.B. mit einem UT200 auf die gewünschte Temperatur eingestellt werden.

Durchführung der Starre:


Die Vorbereitung der Tiere zur Starre machen diese zum großen Teil selber.
Wie immer, steht ihnen zum Baden und Trinken natürlich frisches Wasser in flachen Schalen zur Verfügung. Futter wird immer angeboten, solange die Tiere noch zu sehen sind. Die Tiere wissen am besten, was gut für sie ist, z. B. wann sie noch Nahrung zu sich nehmen und wann nicht.
Viele Halter lassen die Tiere dann, wenn diese anfangen sich einzugraben, nicht mehr in das gesamte Freigehege, da es schwierig werden kann, sie wiederzufinden und es dann zu einer ungeschützten Freilandüberwinterung kommt.

Die eingestellten Mindesttemperaturen sollten im Oktober Nachts 12 Grad betragen, im November wird dann nur noch 5 Grad eingestellt.
Die Brenndauer angebotener Strahler wird schrittweise reduziert.

Sind die Tiere länger als 2 Wochen verschwunden, deckt man eine dicke Schicht feuchtes (die meisten Halter nehmen trockenes) Laub über den Starrebereich.
Der automatische Deckelheber wird vor dem Frost ausgebaut.
Das Frühbeet kann bei starker Kälte noch von außen mit Noppenfolie oder Styrodur/Styroporplatten isoliert werden.

Ab und zu kontrolliert man, ob die Erde noch feucht ist und alle Tiere starren.
Natürlich muss man die Temperaturen regelmäßig kontrollieren, dieses kann man gut mittels eines Funkthermometers und einzelnen Sensoren, die man auch in die Erde platzieren kann.

Ende der Starre:

Anfang März (bzw. je nach Region früher oder später) entfernt man die Isolierung (wie Noppenfolie) des Frühbeetes/Gewächshauses. So kann die Sonne das Frühbeet/Gewächshaus erwärmen und die Tiere kommen -je nach Wetter- im März/April aus der Erde. Werden die Überwinterungsquartiere um diese Zeit nicht von der Sonne erreicht, sorgt eine künstliche Wärme- und Lichtquelle für das nötige Klima zum Aufwachen und zum Warmwerden. Da die Tiere, die selbständig die Starre beenden, das zu einer Zeit tun, in der es warm genug ist, und dann auch sofort oder ziemlich bald die wärmste Stelle aufsuchen, bietet man bei sonnenlosen Aufwachorten ab Mitte März (je nach Region) wieder künstliche Wärme an, spätestens, wenn das 1. Tier aufgewacht ist. Wie in der Sonne, so sollen auch die Tiere ohne Sonne die Möglichkeit haben, sich schnell aufwärmen zu können, um ihren Stoffwechsel in Gang zu bringen und angesammelte Giftstoffe ausscheiden zu können. Wasser vorhanden?

Es ist jedoch anzustreben, einen günstigen Standort von Gewächshaus/Frühbeet zu wählen, denn dann heizt sich dieses ausreichend auf, um die Schildkröten zum Leben zu erwecken und ihren Organismus zu mobilisieren.


Irgendwann ist es dann so weit: Unsere Schildkröten dürfen wieder ins Freie! Eine neue Saison beginnt!
Signatur von »Hannelore« Gruß
Hannelore

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Hannelore« (24. Januar 2016, 14:15)
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5

Sonntag, 24. Januar 2016, 14:22

Hannelore,

Du bist super!
Und Nein: Du bist nicht zu pingelig, ich übernehme Deine Änderungen.

Ich hätte gerne auch noch einige deiner Bilder eingebaut, wäre das möglich?
Signatur von »Cordula61« :winken: :walk: Besuch uns mal im Chatwood-forest :tanne2:
Liebe Grüße
Cordula

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6

Sonntag, 24. Januar 2016, 14:47

Hallo Cordula61, hallo Hannelore,

super Beitrag!

Dieser Bericht könnte von mir stammen, da ich es seit einigen Jahren beinahe wortwörtlich genauso mache! :):

Ich fühle mich bestätigt einiges richtig gemacht zu haben.

Danke von paulchen

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7

Sonntag, 24. Januar 2016, 15:15

Hallo Cordula,
welche Fotos?
Gruß
Hannelore
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8

Sonntag, 24. Januar 2016, 15:18

Hallo Cordula,
welche Fotos?
Gruß
Hannelore

Hallo Hannelore,
auf Deiner Homepage sind Bilder von Deiner Starredurchführung-evtl. könnte man da das eine oder andere Bild zum besseren Verständnis einfügen?
Signatur von »Cordula61« :winken: :walk: Besuch uns mal im Chatwood-forest :tanne2:
Liebe Grüße
Cordula

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9

Sonntag, 24. Januar 2016, 17:12

Hallo @Cordula61: und @Hannelore:

super zusammengefasst! :right :right

lg niddl
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10

Sonntag, 24. Januar 2016, 17:27

Hallo @Cordula61:

So würde ich es machen wenn ich Freilandüberwinterung durchführen könnte.
Die Vorbereitungen zu Starre können dann für meine Kühlschranküberwinterungsanleitung ( Löungswort für das nächste Rätsel) übernommen werden, dazu hab ich dann nichts mehr geschrieben.
Gruß Kurt
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Sonntag, 24. Januar 2016, 19:49

@Cordula61:

ich habe den Beitrag jetzt mal oben angepinnt und dann geschlossen, denn die Diskussionen sollen hier statt finden ;);

Änderungen können selbstverständlich immer noch und jederzeit vorgenommen werden - kurze PN an mich und ich passen den Betrag wie gewünscht an.

Schöne Grüße Petra
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12

Sonntag, 24. Januar 2016, 20:40

Hallo Cordula,
Du kannst gerne in meinem Blog die Fotos kopieren, wenn das geht. Schreibst halt dazu, dass sie von mir sind. Ich habe gerade probiert, ich kann Fotos in meinem Blog kopieren, zwischenspeichern auf meinem PC und dann hier hochladen. Wenn das Kopieren bei Dir nicht geht, sag mir, welche ich wo einfügen und/oder schicken soll.
Signatur von »Hannelore« Gruß
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