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Dienstag, 12. September 2006, 14:15

G.spengleri in der aktuellen "Marginata"

Hallo!

Eben habe ich mich durch die Artikel über Geoemyda spengleri in der aktuellen „Marginata“ gearbeitet.

Dabei fiel mir besonders folgende Aussage in dem Beitrag „Naturnahe und verhaltensgerechte Eingewöhnung, Haltung und Nachzucht der Zackenerdschildkröte (Geoemyda spengleri) (GMELIN, 1789)" von Irmi Jasser-Häger und Andrea Saus auf Seite 23 auf: „Man nimmt den Tieren durch Gruppenhaltung also ihr natürliches Verhalten und unterdrückt ihre Instinkte“ (Zitat Ende).

Nun gut. Mag man schon beim Titel des Artikels etwas stutzig werden, wie denn nun eine „naturnahe Eingewöhnung“ auszusehen hat, wo Tiere in der Natur doch nicht irgendwo „eingewöhnt“ werden müssen und es deshalb keine „naturnahe Eingewöhnung“ geben kann, und auch sonst einige Unstimmigkeiten entdecken, so kann doch oben angeführtes Zitat nicht wirklich so gemeint sein, wie es niedergeschrieben wurde. Um den Fortbestand in freier Natur wäre es demzufolge nämlich sehr schlecht bestellt und das nicht etwa wegen menschlicher Eingriffe in den Lebensraum oder die Art, sondern wegen der Unmöglichkeit einer Paarung, wo doch bei der „Gruppenhaltung“ die in der Natur ein absolutes Muss für den Fortbestand einer Art ist (ausgenommen einiger weniger Tierarten, Stichwort: Parthenogenese) natürliches Verhalten (also auch Paarungsverhalten) und Instinkte verloren gehen.

Weiters heißt es in diesem Beitrag, dass nur bei kontrollierten Zusammenführungen der Geschlechter ein „minutenlanges Balzverhalten“ (vgl. ebd.) zu beobachten sei. Die Frage ist natürlich, ob es in der Natur dann gar kein „Balzverhalten“ bei G.spengleri gibt, auf jeden Fall gibt es in freier Wildbahn keine „Einzelhaltung“ (siehe weiter oben).

Leider machen in dieser Ausgabe der „Marginata“ nicht einmal die sonst schönen Bilder zu den Artikeln oben angeführte Unstimmigkeiten in Ausdruck und Inhalt wett: Für Fotozwecke wurden für die G.spengleri Artikel leider vermehrt Exemplare mit abgebrochenen Schnäbeln herangezogen (S. 11, 12,13,14,15, 19, 23).

LG
Ewald

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ewald« (12. September 2006, 14:17)
Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt lediglich die Meinung des Benutzers Ewald verfasst am Dienstag, 12. September 2006, 14:15 Uhr wider, nicht aber die der Forenbetreiber, Administratoren und Moderatoren des Forums, welche sich hiermit ausdrücklich von diesem Beitrag distanzieren. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung


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Dienstag, 12. September 2006, 15:55

Zitat

Um den Fortbestand in freier Natur wäre es demzufolge nämlich sehr schlecht bestellt und das nicht etwa wegen menschlicher Eingriffe in den Lebensraum oder die Art, sondern wegen der Unmöglichkeit einer Paarung, wo doch bei der „Gruppenhaltung“ die in der Natur ein absolutes Muss für den Fortbestand einer Art ist (ausgenommen einiger weniger Tierarten, Stichwort: Parthenogenese) natürliches Verhalten (also auch Paarungsverhalten) und Instinkte verloren gehen.


Sie schreibt doch, dass Tiere während der Paarungszeit zusammengesetzt werden, also existiert durchaus eine temporäre Gruppenhaltung. Die Frage ist, sitzen die Tiere in der Natur auch auf so wenigen qm² wie in euren Terrarien fast schon ganzjährig aufeinander?

Konntest Du Spengleris in der Natur schon beobachten?

Gruß,
Sascha

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3

Dienstag, 12. September 2006, 16:18

Hallo Sascha!

Wenn "temporäre Gruppenhaltung" wie du es nennst, gemeint ist wohl lediglich das Zusammensetzen zum Zweck der Paarung, aber auch nicht mehr - zugegeben, "temporär" ist weiter Begriff - praktiziert wird, hätte man diese reißerische Aussage "Man nimmt den Tieren durch Gruppenhaltung also ihr natürliches Verhalten und unterdrückt ihre Instinkte“ (Zitat Ende) wohl etwas differenzierter betrachten sollen. Nun war es aber nicht meine Absicht hier Worte zu klauben oder mit dir zu diskutieren, letzteres war schon in Vergangenheit wenig produktiv; in diesem Sinne....

Gruß,
Ewald

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ewald« (12. September 2006, 16:21)
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4

Dienstag, 12. September 2006, 16:51

Hallo Ewald,

mit mir zu disktutieren war weniger produktiv?

Danke ;-)

Das eine dauerhafte Gruppenhaltung das natürliche Verhalten und die Instinkte unterdrückt, kann ich mir nur dann vorstellen, wenn die Tiere unter dauerhaftem Stress stehen, was mit zu engen Behältern und zu aggressiven Männchen zu tun haben könnte. Aber ich halte mich hier sowieso heraus, da ich keine Spengleris halte.

Ich hoffe Du hast deine Anmerkung auch direkt an die Autoren gesendet!

Gruß,
Sascha

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Dienstag, 12. September 2006, 19:42

Moin Ewald,

Zitat

vermehrt Exemplare mit abgebrochenen Schnäbeln herangezogen

Gibt es dafür einer Erklärung?
So wie es aussieht sind es ja unterschiedliche Tiere mit diesem"Makel"
Sogar auf dem "Coverbild" ist so ein Tier abgebildet.

Es grüßt Nordlicht
StefanT
Signatur von »StefanT« Dithmarschen, das letzte Abenteuer Europas .....!

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